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Konzept zur Lesekompetenzförderung Sprache im weitesten Sinne als Verstehen, Ausdrücken von Gedanken und Gefühlen, Kommunikation und Lesen ist eine grundlegende Voraussetzung, um am gesellschaftlichen Prozess aktiv teilnehmen zu können. Sprachen sind der Schlüssel zur Welt! In der gesellschaftlichen Diskussion haben die Kompetenzen im Lesen durch die Pisa-Studie wieder eine neue Bedeutung erlangt. Hierbei liegt das Augenmerk auf dem Schriftspracherwerb, da die Beherrschung der Schriftsprache für die sprachliche Verständigung, für den Erwerb von Wissen und Bildung, für den Zugang zum Beruf und für das Berufsleben eine besondere Bedeutung zukommt.
Das Lesen und Schreiben zu lehren gehört daher zu den wesentlichen Aufgaben der Grundschule.
In der Ausbildung dieser grundlegenden Kompetenzen lassen sich jedoch bei vielen Kindern in der Schule Schwierigkeiten erkennen. Häufig ist zu beobachten, dass trotz eines Unterrichts mit vielen differenzierten Hilfen einigen Kindern das Erlernen des Lesens außerordentlich schwerfällt. Ein Versagen im Lesen bedeutet für die betroffenen Kinder oft eine entscheidende Lernstörung, die nicht selten aufgrund der damit verbundenen Misserfolgserlebnisse Störungen im Bereich der Persönlichkeit und des Verhaltens nach sich zieht. Deshalb verlangen die Richtlinien, dass „der Erwerb der Lesefähigkeit bei allen Kindern in besonderer Weise gezielt gefördert und abgesichert werden“ muss.
Förderung im Bereich Lesen ist ohne Übung nicht leistbar. Das Lesen muss wie Gitarrespielen und Tore schießen, Tanzen oder Zeichnen über eine lange Zeit schlicht und stetig geübt werden. Auch die Richtlinien betonen die Wichtigkeit des Übens:
„Üben und Wiederholen sind
wesentliche Bestandteile des Lernens in der Grundschule. Sie ermöglichen den
Kindern das Gelernte bis zur sicheren Beherrschung zu festigen.“ Der Leselehrgang umfasst drei Aufgabenschwerpunkte:
Aus den Aufgabenschwerpunkten abgeleitet, ergeben sich entsprechende Übungen: · auf der Buchstabenebene, · der Wortebene, · der Satz- bzw. der Textebene. Üben in diesem Zusammenhang meint, dass Fertigkeiten – wie z. B. das Lautieren, die Laut-Buchstabenzuordnung, das Synthetisieren – durch zielgerichtete Wiederholung und Anwendung verbessert und bis zur Beherrschung vervollkommnet werden sollen. Im Deutschunterricht der KGS werden offene Unterrichtsformen ( z. B. Werkstattarbeit, Stationsarbeit, Freie Arbeit) praktiziert, die es den Schülern ermöglichen, die grundlegenden Ziele in unterschiedlichem Tempo und auf unterschiedlichen Wegen zu erreichen. Zusätzliche Hilfestellungen ermöglichen es langsamer oder schwerer lernenden Kindern auf einfacheren Lösungswegen zum Ziel zu gelangen. Schneller lernende Kinder erhalten auch über den Unterrichtsstoff hinausgehende Lernangebote. Zusätzlich zu den Fördermaßnahmen im Klassenverband findet Förderunterricht in klassenübergreifenden, kleineren Gruppen statt. Möglichkeiten zur Förderung der Lesemotivation: · Thema Lesen im Unterricht - Positive Aspekte des Lesens verdeutlichen · Autorenlesung in der Schule · Besuch der Stadtbücherei · Vorlesewettbewerb in Zusammenarbeit mit der Stadtbücherei Leichlingen · Einrichten einer Klassenbücherei/ Leseecke
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